Die Ausstellung Pflanzen als Medizin – Vielfalt in der Schweiz beleuchtete Heilpflanzenwissen zwischen kultureller Tradition, aktueller Forschung und künstlerischer Auseinandersetzung. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf multimedialen und immersiven Zugängen, die Besucher:innen neue Perspektiven auf Pflanzen, Heilung und Wissen eröffneten.
Botanischer Garten der Universität Zürich | Juni–Oktober 2026
Rolle: Co-Curation & Content Development · Art–Science Collaboration · Multimedia & Immersive Experiences · Fundraising · Public Programme
Respiratory Encounters von Anthea Oestreicher lässt die unsichtbare Beziehung zwischen Atem und Wasserpflanzen erlebbar werden. Ein Glaskörper verbindet die Besucher:innen mit Algen und Mikroorganismen. Photosynthese wird als lebensspendender Kreislauf erfahrbar, während bewusstes Atmen vor der Skulptur einen Moment der Entschleunigung schafft. Sensoren erfassen und übersetzen diese Prozesse. Die Installation erinnert daran, dass unscheinbare Organismen den Grossteil unseres Sauerstoffs erzeugen, und lädt dazu ein, Gewässer als fragile, gemeinsame Atemräume zu schützen.
Val Mucilaginosa ist eine Mixed-Reality-Installation von Isabell Bullerschen, die Pflanzenwissen, Wissenschaft und Spiritualität miteinander verbindet. Zwischen zwei skulpturalen Polen – Phytotherapie und ritueller Heilpraxis – verändert sich die virtuelle Welt mit jeder Bewegung der Besucher:innen. Duft, Klang und digitale Bilder verschränken unterschiedliche Formen des Wissens und laden dazu ein, Heilung als lebendigen, gemeinsamen Prozess zu erfahren.